SAP-Beratung · Projektsteuerung

Projektsteuerung für Ihr S/4HANA-Projekt: Die Kundenseite im Griff

Ihr SAP-Partner steuert seine Leistung. Wer steuert, was Ihr Unternehmen im Projekt entscheiden, liefern und prüfen muss? Ich halte Entscheidungen, offene Punkte und Mitwirkung Ihrer Seite fest und berichte der Geschäftsführung so, dass sie rechtzeitig handeln kann. Die technische Umstellung übernimmt Ihr SAP-Partner. Ich vertrete Ihre Seite.

  • Entscheidungsregister: was ansteht, wer entscheidet und bis wann
  • Offene Punkte und Mitwirkungspflichten Ihrer Seite im Blick
  • Statusbericht für die Geschäftsführung auf einer Seite
  • Änderungswünsche geordnet bewerten, bevor sie beauftragt werden
Steuerrad aus Messing und Graphit auf einem dunklen Schreibtisch als Sinnbild für die Projektsteuerung auf Kundenseite
Ausgangslage

Der Partner hat eine Projektleitung. Ihre Seite oft nicht.

Häufig ist die Rollenverteilung schief: Der SAP-Partner bringt eine erfahrene Projektleitung mit, die Plan, Team und Leistung steuert. Auf Kundenseite übernimmt die Projektleitung oft jemand aus IT oder Fachbereich zusätzlich zum Tagesgeschäft.

Dabei hat Ihre Seite eigene Aufgaben: Entscheidungen treffen, Key-User freistellen, Daten und Informationen liefern, Ergebnisse prüfen und abnehmen. Bleibt davon etwas liegen, verschiebt sich der Plan. Im Statusbericht des Partners steht dann zu Recht, dass er auf den Kunden wartet.

Laut einer Befragung von Horváth unter größeren Unternehmen dauern S/4HANA-Projekte im Schnitt rund 30 Prozent länger als geplant. Ein Teil solcher Verzögerungen entsteht dort, wo Entscheidungen und Zuarbeit niemand nachhält. Genau hier setze ich an.

Steuerungsfragen

Was die Geschäftsführung jede Woche wissen muss.

Für die Steuerung braucht die Geschäftsführung keine Detailpläne, sondern verlässliche Antworten auf wenige Fragen. Diese Antworten bereite ich jede Woche vor.

  • Welche Entscheidungen stehen an?

    Welche Entscheidungen muss Ihr Unternehmen in den nächsten Wochen treffen, mit welchen Optionen, und wer ist dafür zuständig? Offene Entscheidungen sind eine häufige Ursache für Stillstand.

  • Was blockiert?

    Welche offenen Punkte halten das Projekt auf, seit wann und auf wessen Seite? Eine kurze Liste mit Verantwortlichen statt einer langen Liste ohne Namen.

  • Liefert Ihre Seite, was sie zugesagt hat?

    Sind Key-User freigestellt, Daten geliefert und Tests durchgeführt, wie im Vertrag und Projektplan vereinbart? Diese Frage gehört in jeden Bericht an die Geschäftsführung.

  • Wo weicht der Plan ab?

    Welche Meilensteine verschieben sich, aus welchem Grund und mit welcher Folge für den Produktivstart? Abweichungen werden benannt, solange noch Zeit zum Gegensteuern bleibt.

Leistungen

Was bei der Projektsteuerung konkret entsteht

  • Entscheidungsregister

    Jede anstehende Entscheidung wird mit Optionen, zuständiger Rolle, Fälligkeit und Ergebnis festgehalten. So ist nachvollziehbar, was wann entschieden wurde und warum, auch Monate später.

  • Offene Punkte und Mitwirkung

    Ich führe die Liste der offenen Punkte auf Ihrer Seite und halte nach, ob Ihre Mitwirkungspflichten aus Vertrag und Projektplan erfüllt werden. Lücken werden sichtbar, bevor sie zum Verzug führen.

  • Statusbericht für die Geschäftsführung

    Ein kurzer Bericht mit Ampel, anstehenden Entscheidungen, Blockaden und Abweichungen vom Plan. Er ergänzt den Bericht des Partners um die Sicht Ihres Unternehmens.

  • Änderungswünsche bewerten

    Bevor ein Änderungswunsch beauftragt wird, prüfe ich mit Ihnen Umfang, Annahmen und die Regelung im Vertrag. Die fachliche SAP-Bewertung der Lösung bleibt beim Partner. Ich sorge dafür, dass Sie die Entscheidung auf klarer Grundlage treffen.

  • Lenkungskreis vorbereiten

    Für die Sitzungen des Lenkungskreises bereite ich Entscheidungsvorlagen und offene Punkte Ihrer Seite vor und halte die Ergebnisse im Register fest.

Beispiel

So kann ein Entscheidungsregister aussehen.

Der folgende Ausschnitt ist erfunden: ein Großhändler mit 250 Mitarbeitenden, SAP ECC mit EhP 7, mitten im Umstieg. Er zeigt, wie Entscheidungen mit Optionen, zuständiger Rolle und Fälligkeit festgehalten werden.

Welche Entscheidungen sind offen, und bei wem?
Fiktives Beispiel
Nr.EntscheidungOptionenEntscheidet (Rolle)FälligStatus
E-01Umgang mit EigenentwicklungenÜbernehmen, ablösen, streichenLeitung IT15.11.2026In Abstimmung
E-02Umfang der DatenübernahmeNur offene Posten, mit HistorieLeitung Finanzen30.11.2026Überfällig
E-03Zeitpunkt des ProduktivstartsJahreswechsel, nach InventurGeschäftsführung15.12.2026Vorbereitet
E-04Freigabe der Testfälle VertriebFreigeben, nachbessernKey-User Vertrieb20.01.2027Entschieden
E-05Regel für Änderungswünsche im ProjektSammeln bis Meilenstein, laufendProjektleitung31.01.2027Noch nicht begonnen

Fiktives Beispiel mit erfundenen Daten (Großhändler, 250 Mitarbeitende, SAP ECC mit EhP 7). Vereinfachte Darstellung, kein Kundenprojekt und keine Originalansicht von SAP.

Statusbericht

Ein Statusbericht, der Entscheidungen vorbereitet.

Viele Statusberichte beschreiben, was erledigt wurde. Für die Geschäftsführung ist wichtiger, was als Nächstes entschieden werden muss und wo es hakt. Mein Bericht beginnt deshalb mit den anstehenden Entscheidungen und den Blockaden, danach folgen Abweichungen vom Plan und der Stand Ihrer Mitwirkung.

Er passt auf eine Seite, nutzt eine einfache Ampel und nennt zu jedem roten Punkt eine zuständige Person und einen Vorschlag. Grundlage sind das Entscheidungsregister, die Liste der offenen Punkte und der Bericht Ihres Partners.

Ablauf

So läuft die Projektsteuerung ab

  1. Schritt 01

    Projektunterlagen sichten

    Ich lese Vertrag, Projektplan, Statusberichte und Protokolle und verschaffe mir ein Bild davon, was Ihre Seite zugesagt hat und wo das Projekt steht.

  2. Schritt 02

    Rollen und Berichtsweg klären

    Mit Ihnen und der Projektleitung des Partners lege ich fest, wer auf Ihrer Seite entscheidet, wer liefert und wie oft berichtet wird.

  3. Schritt 03

    Register und offene Punkte aufsetzen

    Entscheidungsregister und Liste der offenen Punkte entstehen mit den Werkzeugen, die Sie bereits nutzen. Bestehende Einträge werden übernommen.

  4. Schritt 04

    Ersten Statusbericht erstellen

    Der erste Bericht zeigt den Ausgangsstand. Sie geben Rückmeldung zu Form und Inhalt, danach bleibt das Format fest.

  5. Schritt 05

    Laufend steuern und berichten

    Im vereinbarten Rhythmus pflege ich Register und offene Punkte, stimme mich mit dem Partner ab und berichte der Geschäftsführung.

  6. Schritt 06

    Lenkungskreis und Übergabe

    Ich bereite die Lenkungskreise vor und übergebe Register und Berichtsformat zum vereinbarten Zeitpunkt an Ihre interne Projektleitung.

Passt das zu Ihnen?

Wann die Projektsteuerung passt und wann nicht

Das passt, wenn …

  • Ihr S/4HANA-Projekt ist beauftragt oder läuft bereits.
  • Ihre interne Projektleitung macht das zusätzlich zum Tagesgeschäft und braucht Entlastung.
  • Die Geschäftsführung möchte regelmäßig wissen, was ansteht, was blockiert und wo der Plan abweicht.
  • Entscheidungen und Änderungswünsche sollen nachvollziehbar festgehalten werden.

Das passt eher nicht, wenn …

  • Sie suchen eine technische Projektleitung für das SAP-System.
  • Sie möchten die Projektleitung Ihres SAP-Partners ersetzen.
  • Sie brauchen jemanden für Customizing, Programmierung oder Datenmigration.
  • Sie erwarten eine fachliche SAP-Bewertung von Lösungsentwürfen.

Wenn Sie unsicher sind, kläre ich das mit Ihnen im Erstgespräch.

FAQ

Häufige Fragen zur SAP-Projektsteuerung

  • Nein. Der Partner steuert seine Leistung, sein Team und die Umsetzung im System. Ich steuere die Kundenseite: Entscheidungen, Mitwirkung und Berichte an Ihre Geschäftsführung. Beide Rollen arbeiten eng zusammen.

  • Je Entscheidung eine Zeile mit Nummer, Beschreibung, Optionen, zuständiger Rolle, Fälligkeit, Status und Ergebnis. Dazu kommt ein kurzer Vermerk, warum so entschieden wurde.

  • Das lege ich zu Beginn mit Ihnen fest. Üblich ist ein wöchentlicher Bericht, in ruhigeren Phasen genügt auch ein längerer Abstand. Vor Lenkungskreisen gibt es zusätzlich eine Entscheidungsvorlage.

  • Jeder Änderungswunsch wird erfasst und vor der Beauftragung geprüft: Was ändert sich am Umfang, welche Annahmen stecken im Angebot des Partners, was sagt der Vertrag? Die Entscheidung treffen Sie, die Bewertung der SAP-Lösung selbst liefert der Partner.

  • Bevorzugt mit denen, die Sie schon nutzen, etwa Tabellen, Ihr Projektwerkzeug oder das Ihres Partners. Wenn Sie Jira einsetzen oder einführen möchten, kann das Register auch dort geführt werden. Das ist aber keine Voraussetzung.

  • Ja. Der Einstieg beginnt mit dem Sichten von Vertrag, Plan und bisherigen Berichten. Daraus entsteht der Ausgangsstand für Register und ersten Statusbericht.

  • Beides. Lenkungskreise und wichtige Abstimmungen finden gern vor Ort statt, wenn Ihr Unternehmen in Dortmund oder der Region NRW sitzt. Die laufende Pflege und Abstimmung mit dem Partner läuft meist online.

  • Das hängt vom Umfang und vom Berichtsrhythmus ab. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein Angebot mit klar beschriebenem Leistungsumfang.

Nächster Schritt

Sie wollen wissen, wo Ihr S/4HANA-Projekt aus Ihrer Sicht steht?

Im kostenlosen Erstgespräch kläre ich mit Ihnen, wie Ihre Seite im Projekt aufgestellt ist und wo eine Steuerung auf Kundenseite hilft. Die technische Umstellung übernimmt Ihr SAP-Partner. Ich vertrete Ihre Seite.

Projektsteuerung anfragen

Projektsteuerung auf Kundenseite anfragen

Beschreiben Sie kurz, wo Ihr S/4HANA-Projekt steht und wer es auf Ihrer Seite leitet. Ich melde mich persönlich bei Ihnen. Bitte senden Sie keine Vertragsunterlagen oder Zugangsdaten über das Formular.

  • Timo RüdigerPersönliche Begleitung durch Timo Rüdiger
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